Nachwuchsmediziner*innenbefragung 2021
Angehende Mediziner*innen sind eine wichtige zukünftige Nutzer*innengruppe von telemedizinischen Leistungen. Es erscheint daher essentiell, den Grad der Akzeptanz sowie mögliche Gründe für Skepsis gegenüber digitalen Gesundheitsleistungen von Nachwuchsmediziner*innen zu kennen, um in einem inter- und transdisziplinären Austausch Empfehlungen zu erarbeiten, die es ermöglichen, eine digital gestützte medizinische Betreuung in Zukunft bestmöglich umsetzen zu können.
Ziel der Befragung war es, die Einstellungen von Medizinstudierenden zu telemedizinscher Betreuung kennenzulernen und wie sie sich ihren zukünftigen Beruf vorstellen. Die Befragung wurde in Kooperation mit den öffentlichen österreichischen Medizinuniversitäten durchgeführt und soll in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um Entwicklungen datenbasiert nachzeichnen zu können.
Die Studie war ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt der Donau-Universität Krems und der öffentlichen medizinischen Universitäten Graz, Innsbruck, Wien und Linz. Initiiert und koordiniert wird es vom Research Lab Society in Transition der Donau- Universität Krems im Rahmen des Schwerpunktes „Gesundheit und Gesellschaft“.
Projektleitung und Koordination:
Mag. Dr. Christina Hainzl, MSc (Donau-Universität Krems)
Isabella Juen, MA
Projektgremium:
Medizinische Universität Innsbruck (Vizerektor Univ.Prof. Dr.med.Helmut Loidl)
Medizinische Universität Graz (Univ. Prof. Dr. med. Andrea Siebenhofer-Kroitzsch)
Medizinische Universität Wien (Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. med. univ. Kathryn Hoffmann, MPH)
Medizinische Fakultät der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz (Florian Stummer, MPH, MBA, MCHL)
LINK zu den Auswertungen
Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
EVI - Evidenzbasierte Informationen zur Unterstützung von gesundheitskompetenten Entscheidungen (0210)
Das EVI-Pilotprojekt (Evidenzbasierte Informationen zur Unterstützung von gesundheitskompetenten Entscheidungen) hatte zum Ziel, der steirischen Bevölkerung evidenzbasierte Gesundheitsinformationen über Hausarztpraxen und Gesundheitszentren zur Verfügung zu stellen, um ihnen eine informierte Gesundheitsentscheidung zu ermöglichen. Laut der am IAMEV durchgeführten MEDIB-Studie sind derzeit aufliegende Gesundheitsinformationen nicht hochwertig (→Bericht).
Im Rahmen von EVI erhielten Hausarztpraxen und Gesundheitszentren daher eine Sammlung von geprüften, evidenzbasierten Gesundheitsinformationen für den alltäglichen Einsatz. Dabei wurde auf bereits zur Verfügung stehende, hochwertige Gesundheitsinformationen zurückgegriffen. Diese wurden hinsichtlich der Qualität bewertet und dem Team der hausärztlichen Praxis in Form der EVI-Box und der EVI-Homepage zur Verfügung gestellt (https://evi.at).
Alle Angehörige von Gesundheitsberufen in allgemeinmedizinischen Praxen und Gesundheitszentren in der Steiermark wurden eingeladen an einer standardisierten Schulung zum Thema Gesundheitskompetenz teilzunehmen. Nachfolgend erhielten diese eine EVI-Box und wurden mittels Online-Befragung gebeten, die Schulung und die EVI-Box sowie die Erfahrungen mit deren Nutzung im beruflichen Alltag zu bewerten. Ausgewählte Gesundheitsinformationen aus der EVI-Box wurden in Fokusgruppen auf Attraktivität, Akzeptanz, Verständlichkeit und wahrgenommene Verlässlichkeit für unterschiedliche Gruppen von Patient*innen überprüft.
Aus diesen Ergebnissen wurden Handlungsempfehlungen zur Erstellung von qualitativ hochwertigen, alltagstauglichen Gesundheitsinformationen entwickelt und diese sowie die Evaluationsergebnisse sind auf der EVI-Homepage nachzulesen (-> evi.at/ueber-uns/)
Das Projekt wurde vom Gesundheitsfonds Steiermark gefördert (Förderungscall Gesundheitskompetenz) und in Kooperation mit dem Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IfGP) durchgeführt.