Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung

Aktuelle Projekte

  • Nachwuchsmediziner*innenbefragung 2021

Angehende Mediziner*innen sind eine wichtige zukünftige Nutzer*innengruppe von telemedizinischen Leistungen. Es erscheint daher essentiell, den Grad der Akzeptanz sowie mögliche Gründe für Skepsis gegenüber digitalen Gesundheitsleistungen von Nachwuchsmediziner*innen zu kennen, um in einem inter- und transdisziplinären Austausch Empfehlungen zu erarbeiten, die es ermöglichen, eine digital gestützte medizinische Betreuung in Zukunft bestmöglich umsetzen zu können.

Ziel der Befragung ist es, die Einstellungen von Medizinstudierenden zu telemedizinscher Betreuung kennenzulernen und wie sie sich ihren zukünftigen Beruf vorstellen. Die Befragung wird in Kooperation mit den öffentlichen österreichischen Medizinuniversitäten durchgeführt und soll in regelmäßigen Abständen wiederholt werden um Entwicklungen datenbasiert nachzeichnen zu können.

Die Studie ist ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt der Donau-Universität Krems und der öffentlichen medizinischen Universitäten Graz, Innsbruck, Wien und Linz. Initiiert und koordiniert wird es vom Research Lab Society in Transition der Donau- Universität Krems im Rahmen des Schwerpunktes „Gesundheit und Gesellschaft“.

Projektleitung und Koordination:
Mag. Dr. Christina Hainzl, MSc (Donau-Universität Krems)
Isabella Juen, MA

Projektgremium:
Medizinische Universität Innsbruck (Vizerektor Univ.Prof. Dr.med.Helmut Loidl)
Medizinische Universität Graz (Univ. Prof. Dr. med. Andrea Siebenhofer-Kroitzsch)
Medizinische Universität Wien (Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. med. univ. Kathryn Hoffmann, MPH)
Medizinische Fakultät der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz (Florian Stummer, MPH, MBA, MCHL)

 

  • Österreichweite Testung auf SARS-CoV-2 Infektionen – Was uns der Qualitätscheck zeigt

Vor dem Hintergrund der von der österreichischen Bundesregierung geplanten Massentestungen auf SARS-CoV-2 Infektionen ab Dezember 2020 wurde am 24.11.2020 eine Qualitätsbewertung angelehnt an die Kriterien des UK National Screening Committee für das geplante Vorhaben auf Basis von Informationen aus den öffentlichen Medien durchgeführt. Eine erste Aktualisierung erfolgte unter Berücksichtigung der bis 1.12.2020 veröffentlichten weiteren Informationen.

Dieses Manuskript ist eine vorläufige Version, weitere Aktualisierungen sind geplant: LINK zu Dokument

  • Human-Centered Interactive Adaptive Visual Approaches in High-Quality Health Information (FWF research group)

Die Hauptforschungsfrage und Zielsetzung dieser FWF Forschungsgruppe lautet: Wie können evidenzbasiertes medizinisches Wissen, kognitiv-psychologische Mechanismen und neuartige interaktive Datenvisualisierungen zu einem adaptiven und interaktiven Gesundheitsinformationssystem kombiniert werden, das individuelle Informationsbedürfnisse berücksichtigt und die Gesundheitskompetenz durch die Bereitstellung einer zuverlässigen Quelle für medizinisches Wissen erhöht? Basierend auf einer Analyse bestehender Gesundheitsinformationen zum Thema Diabetes mellitus Typ 2, kognitiver Grundlagen und Visualisierungen von medizinischen und Verbraucher*innen-Daten werden innovative Konzepte für fortschrittliche interaktive, adaptive, personalisierte und visuelle Gesundheitsinformationen erforscht. Diese neuen Konzepte sollen anschließend in einem Testbed-System implementiert und in stationären und mobilen Umgebungen auf Effektivität und Effizienz evaluiert werden.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Institut für Computer Graphik und Wissensvisualisierung der Technischen Universität Graz und dem Institut für Psychologie der Universität Graz durchgeführt und vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gefördert.

Projektlaufzeit: 2021 bis 2025

  • Hausärztliche Versorgung in der COVID-10-Pandemie aus Sicht der Patienten*Patientinnen (COVI-Pat)

In einer österreich- und deutschlandweiten Online-Umfrage wird die Sichtweisen der Bevölkerung zur Corona-Pandemie und den Corona-Ausgangsbeschränkungen untersucht. Die Studie soll zeigen, wie Patienten*Patientinnen die medizinische Versorgung erleben und was aus Patienten*Patientinnenperspektive in einer Pandemiesituation verbessert werden könnte.

Das Projekt wird in Kooperation mit der TU Dresden durchgeführt.

Projektlaufzeit: Juni 2020 – März 2021 

  • Begleitendes Monitoring der Primärversorgung in Hausarztpraxen während der COVID-19 Pandemie (COVI-Prim)

In diesem länderübergreifenden Kooperationsprojekt werden die Herausforderungen, denen Hausärztinnen und Hausärzte während dieser Pandemie begegnen und wie damit umgegangen wird, erfasst und analysiert. Dies geschah einerseits in einer Basiserhebung und andererseits in wöchentlichen kurzen Online-Befragungen. So konnte auch der dynamische Verlauf der Situation berücksichtigt werden.

Im Herbst ist eine letzte abschließende Befragung geplant.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Institut für Informatik, Statistik und Dokumentation der Medizinischen Universität Graz, dem Institut für Allgemein-, Familien und Präventivmedizin der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg und mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main neben Deutschland und Österreich in mittlerweile 4 weiteren europäischen Ländern (Schweiz, Italien/Südtirol, Ungarn, Slowenien) sowie in Australien (Bond University, Gold Coast, Queensland) durchgeführt.

Die Projektfinanzierung erfolgt aus Bordmitteln der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen. 

Projektlaufzeit: März 2020 bis voraussichtlich Februar 2021

  • MAPPinfo    (0410)

Gesundheitsinformationen sind eine Grundvoraussetzung für eine informierte Entscheidungsfindung. Heterogene Checklisten verschiedener Anwenderinnen und Anwender zur Beurteilung der methodischen Qualität von Gesundheitsinformationen sind vorhanden, allerdings wurde keine dieser Checklisten bis jetzt ausreichend hinsichtlich ihrer Validität überprüft bzw. wurden die jeweiligen Kriterien, die dafür herangezogen wurden, noch nie wissenschaftlich abgeglichen und zusammengeführt.

Der Wunsch nach einheitlichen, von allen Expertinnen und Experten im deutschsprachigen Raum akzeptierten Kriterien zur raschen und gleichzeitig verlässlichen Beurteilung von Gesundheitsinformationen ist mit Zunahme des Bewusstseins für die mangelnde Qualität der vorliegenden Gesundheitsinformationen groß.

Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung und Validierung eines Bewertungsinstruments für Gesundheitsinformationen Ziel dieses länderübergreifenden Projektes. Das Bewertungsinstrument „MAPPinfo (mapping quality of health information) - Checkliste“ soll durch informierte Laien und Gesundheitsprofessionelle handhabbar, auf der Basis der publizierten Informationsmaterialien (also ohne Hintergrundinformationen) nutzbar sein und als Basis für Laienfortbildungen zur Steigerung der Gesundheitskompetenz angewendet werden können.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland und der Oslo Metropolitan University, Norwegen durchgeführt.

Das Projekt wird durch die Stiftung Gesundheitswissen, Berlin finanziert.

Projektlaufzeit: Mai 2020 bis September 2020

  • PatientInnen- und Teambefragung 2020 für steirische Gesundheitszentren   (0297)

Ziel der PatientInnen - und Teambefragung 2020 ist die Evaluation der steirischen Gesundheitszentren (GZ = Bezeichnung für die steirischen Primärversorgungseinheiten - PVE) mittels PatientInnen- sowie Teamfragebogen, wodurch eine Erhebung ausgewählter Qualitätsindikatoren aus dem Master-Evaluationskatalog für österreichische PVEs sowie der „Evaluierungsstandards für Primärversorgungseinheiten“ des BMASGK möglich ist. Die Befragung findet im September 2020 statt. In der PatientInnenbefragung findet ein adaptierter Fragebogen Anwendung, welcher sich aus dem bundesweit einzusetzenden Item-Set, ausgewählten Fragen zur Gesundheitskompetenz sowie psychometrisch getesteten Items des PatientInnenfragebogens des IAMEV zusammensetzt. Die Befragung wird in acht Gesundheitszentren durchgeführt. Die Ergebnisse der Befragungen werden in einem Gesamtbericht sowie in Einzel- und Kurzberichten pro Gesundheitszentrum beschrieben und grafisch dargestellt.

Das Projekt wird im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark durchgeführt.

Projektlaufzeit: April 2020 bis Jänner 2021

  • Update zur Evidenzlage der Tätigkeiten von Pflegefachkräften im hausärztlichen Bereich

Ziel des Projektes ist es zu bewerten, welche Auswirkungen die Durchführung hausärztlicher Tätigkeiten durch Pflegefachkräfte im Rahmen der Delegation und Substitution auf klinische, patienten- und versorgungsrelevante Parameter haben. Es wird ein Ovierview of Systematic Reviews durchgeführt.

Projektlaufzeit: März 2020 – März 2021 

  • EVIzepte   (0400)

Basierend auf dem Projekt „Handbook of Non-Drug Interventions (HANDI)“ des Royal Australian College of General Practitioners (RACGP), das ein Nachschlagewerk für evidenzbasierte nicht-medikamentöse Maßnahmen ist, werden rezeptähnliche Ausgabeblätter mit kurzen, aber detaillierten Beschreibungen von nicht-medikamentösen Maßnahmen (z.B. Bewegungsübungen bei Diabetes, Verhaltensmaßnahmen bei Schlafstörung, etc. …) gestaltet. Diese werden als Ergänzung zur EVI-Box, die ausführliche Gesundheitsinformationen zu bestimmten Behandlungsanlässen bietet, EVIzepte genannt.

Die entwickelten EVIzepte werden auf Verständlichkeit, Nützlichkeit und Einsetzbarkeit evaluiert.

Dieses Projekt wird dankenswerter Weise von der STAFAM (Steirische Akademie für Allgemeinmedizin) finanziell unterstützt.

Projektlaufzeit: März 2020 – März 2021 

  • Maßnahmen zur Attraktivierung der Allgemeinmedizin
    Allgemeinmedizin - die erste Wahl  
    (0360, 0420)

Basierend auf bisherigen Forschungs– und Projektergebnissen wurde ein dringender Bedarf nach Attraktivierung der Allgemeinmedizin festgestellt. Das Projekt „Allgemeinmedizin - die erste Wahl“ wird vom Gesundheitsfond Steiermark finanziell gefördert, mit dem Ziel, den Beruf der Hausärztin/des Hausarztes für JungmedizinerInnen attraktiv zu machen und dadurch dem drohenden HausärztInnenmangel entgegen zu wirken. Das IAMEV übernimmt die Projektkonzeption und Koordination der prä- und postpromotionellen Maßnahmen. Studierende sollen von Anfang an für dieses Fach begeistert und durch das Studium begleitet werden. Es sollen praktische Erfahrungen in Lehrordinationen ermöglicht und über Angebote der STAFAM und JAMÖ Vernetzungen mit dem niedergelassenen Bereich gefördert werden. Interessierte Studierenden haben die Möglichkeit ein prä- wie auch postpromotionelles Mentoring in Anspruch zu nehmen und bei ihrer Karriereplanung unterstützt zu werden.

Das Projekt stellt mit seinen Angeboten einen ersten Schritt in Richtung Attraktivierung der Allgemeinmedizin dar, dem noch weitere folgen müssen, um eine gute primärärztlichen Versorgung - besonders auch im ländlichen Bereich - in Zukunft sicher stellen zu können.

Das Projekt wird im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark durchgeführt.

Projektlaufzeit: November 2019 bis Dezember 2021

  • Wissen der Bevölkerung über palliativmedizinische Betreuung in der Steiermark (0020)

Primäres Ziel dieses Projekts ist es, einen repräsentativen Anteil der steirischen Bevölkerung zu befragen, welchen Bekanntheitsgrad die Palliativmedizin über 15 Jahre nach Einführung der ersten Einrichtung aufweist und wie die Einstellung der steirischen Bevölkerung zur Notwendigkeit einer palliativen Betreuung ist. In Österreich sind uns hierzu noch keine Erhebungen, die in der Bevölkerung durchgeführt wurden, bekannt. Weiterführend ist auch ein Vergleich der Daten der Länder Ungarn, Slowenien und Kroatien, in denen dieser Fragebogen auch erhoben wird, geplant.

Dieses Projekt wird dankenswerter Weise vom Verein für Krebskranke an der Medizinischen Universitätsklinik Graz im Ausmaß von € 3.000,00 unterstützt.

Projektlaufzeit: August 2019 bis Dezember 2020

  • niere.schützen 2.0   (0020)

2016 wurde in der Steiermark das nephrologische Awarenessprogramm „niere.schützen“ eingeführt. Ziel des Programms ist es, bei RisikopatientInnen eine chronische Nierenerkrankung frühzeitig zu erkennen und diagnostische und progressionsverzögernde Maßnahmen zu ergreifen. Die Implementierung von „niere.schützen“ sollte primär in den hausärztlichen Praxen erfolgen, wozu wir in einem vorherigen Projekt motivierende und hemmende Faktoren evaluiert hatten.

Im Rahmen vom Projekt „niere.schützen 2.0“ soll nun eine Attraktivitätssteigerung dieses Awarenessprogramms erreicht werden. Des Weiteren ist es Ziel, die ProgrammteilnehmerInnen deskriptiv hinsichtlich Demographie und Verlaufskontrolle verschiedener Prozessparameter zu beschreiben.

Das Projekt „niere.schützen 2.0“ wird in Kooperation mit der Klinischen Abteilung für Nephrologie (Medizinische Universität Graz) und mit dem Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Dokumentation (Medizinische Universität Graz) im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark durchgeführt.

Projektlaufzeit: Juli 2019 bis Dezember 2020

  • Externe Evaluation des Gesundheitsförderungsprojekts „fibbb! – Familien Interdisziplinär Begleiten, Betreuen, Beraten“ (0300)

Das vom FGÖ (Fonds Gesundes Österreich), dem Land Burgenland, der Burgenländischen Gebietskrankenkasse sowie den Gemeinden Minihof-Liebau, Neuhaus am Klausenbach, Mühlgraben und St. Martin an der Raab geförderte Projekt fibbb! hat zum Ziel, das gesunde Aufwachsen von Kindern zwischen 0 und 11 Jahren im Südburgenland zu fördern. Hierzu finden Aktivitäten zur Beratung und Begleitung von (werdenden) Eltern sowie PädagogInnen in Kinderbetreuungseinrichtungen unter Einbindung der Gemeinden statt. Zudem wird besonderes Augenmerk auf die Vernetzung von KooperationspartnerInnen der Region, die am gesunden Aufwachsen der Kinder beteiligt sind, gelegt.

Das Projektteam des IAMEV führt die externe Evaluation des fibbb!-Projekts anhand des Ergebnismodells der „Gesundheitsförderung Schweiz“ durch. Hierzu wurde ein Kategoriensystem zur systematischen Erfassung und Darstellung der Ergebnisse des Projekts erarbeitet. Mittels unterschiedlicher Methoden und Instrumente (Fragebögen, Fokusgruppen etc.) werden die Entwicklungen, Wirkungen und final die Erreichungsgrade der Ziele dargestellt. Zur Weiterentwicklung der Maßnahmen im Projekt erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Berichterstattung zu den Zwischenergebnissen. Die finalen Ergebnisse werden im Endbericht 2021 dargestellt.

Das Projekt wird im Auftrag von GES - Verein Gesunde Entscheidung Süd durchgeführt.

Projektlaufzeit: Juli 2019 bis Juni 2021

  • Gemeinsam Gut Entscheiden - Eine Initiative zur Steigerung der Qualität und Effizienz in der Patientenversorgung in Österreich   (0330)

Nach Gründung der Choosing Wisely Initiative (CWI) 2009 in den USA mit dem Ziel der Reduktion von nicht notwendigen oder schädlichen medizinischen Serviceleistungen (www.choosingwisely.org) hat diese Initiative mittlerweile weltweite Verbreitung gefunden. Im Rahmen der CWI werden von verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften sogenannte Top 5-Listen, d.h. Listen mit 5 therapeutischen Maßnahmen, Tests oder Serviceleistungen ihres Fachgebietes erstellt, die zu häufig angewendet werden (fehlender Nachweis von Wirksamkeit, Nebenwirkungen etc.) und die deshalb von Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzten hinterfragt werden sollten, erstellt. Ziel der Initiative ist eine Steigerung der Effektivität im Gesundheitswesen und eine Verminderung von potenziellem Schaden für Patientinnen/Patienten. In einem geplanten Zusammenschluss österreichischer medizinischer Fachgesellschaften und Einrichtungen mit dem Schwerpunkt evidenzbasierte Medizin soll diese Qualitätsinitiative nun auch in Österreich unter dem Titel Gemeinsam Gut Entscheiden etabliert werden.
Ziele von Gemeinsam Gut Entscheiden sind:
• Steigerung der Qualität und Effizienz (Vermeidung von Über-, Unter- und Fehlversorgung) der medizinischen Versorgung von Patientinnen/Patienten durch rationalere Entscheidungsfindung
• Intensivierung und Systematisierung des Dialogs zwischen Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzten zu verschiedenen medizinischen Serviceleistungen zur Stärkung einer partizipativen Entscheidungsfindung
• Einbindung multidisziplinärer, berufsgruppenübergreifender Expertinnen/Experten und Patientinnen/Patienten in die Erstellung der Empfehlungslisten (Top 5-Listen)
• Vermeidung regionaler Sonderwege durch Koordination durch österreichische Fachgesellschaften

In Kooperation mit der Donau-Universität Krems, Cochrane Österreich werden gemeinsam mit österreichischen Fachgesellschaften Top Listen für die jeweiligen Fachgebiete erstellt. Zusätzlich erfolgt die Erstellung von evidenzbasierten Informationen für Laien zu den jeweiligen Empfehlungen. Weiters erfolgen Maßnahmen, die Initiative in der Öffentlichkeit und bei Stakeholdern bekannt zu machen. Aktivitäten zur Verbreitung der Top Listen und der evidenzbasierten Laieninformationen erfolgen.

Das Projekt wird im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark, des Gesundheitsfonds Niederösterreich, der GKK Steiermark und der GKK Niederösterreich durchgeführt.

Projektlaufzeit: Mai 2019 bis April 2021

Weitere Informationen auf der Homepage

  • Review der Versorgungskonzepte für Gesundheitszentren (Primärversorgungseinheiten)   (0290)

Das Ziel dieses Projektes ist es, im Rahmen des Review-Verfahrens zu prüfen, ob die Inhalte des Versorgungskonzeptes entsprechend den rechtlichen Rahmenbedingungen zur Erstellung eines Versorgungskonzeptes laut §6 PrimVG erarbeitet wurden. Darüber hinaus wird begutachtet, ob die angeführten demographischen sowie epidemiologischen Kennzahlen plausibel sind und die charakteristischen Kernelemente von PHC im Versorgungskonzept abgebildet werden. Die Konzeption der neuen Primärversorgungseinheit soll realistisch und innovativ sein und sich an den regionalen Rahmenbedingungen orientieren.

Das Projekt wird im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark durchgeführt.

Projektlaufzeit: April 2019 bis Dezember 2021

  • Update des Cochrane Reviews zu gewichtsreduzierenden medikamentösen Behandlungsstrategien bei Patienten mit arteriellem Hypertonus

Das Cochrane Review mit dem Titel: " Long-term effects of weight-reducing drugs in people with hypertension" wurde erstmals in Issue 3, 2009 publiziert. Derzeit wird am dritten Update des Reviews gearbeitet.

  • Update des Cochrane Reviews zu gewichtsreduzierenden nichtmedikamentösen Behandlungsstrategien bei Patienten mit arteriellem Hypertonus

Das Cochrane Review mit dem Titel: " Long-term effects of weight-reducing diets in people with hypertension" wurde erstmals in Issue 1, 2010 publiziert. Derzeit wird am zweiten Update des Reviews gearbeitet.

  • EvI - Evidenzbasierte Informationen zur Unterstützung von gesundheitskompetenten Entscheidungen   (0210)

Das Projekt EvI (Evidenzbasierte Informationen zur Unterstützung von gesundheitskompetenten Entscheidungen) hat zum Ziel, der steirischen Bevölkerung evidenzbasierte Gesundheitsinformationen über Hausarztpraxen und Gesundheitszentren zur Verfügung zu stellen, um ihnen eine informierte Gesundheitsentscheidung zu ermöglichen. Laut der am IAMEV durchgeführten MEDIB-Studie sind derzeit aufliegende Gesundheitsinformationen nicht hochwertig (→Bericht).

Im Rahmen von EvI erhalten Hausarztpraxen und Gesundheitszentren daher eine Sammlung von geprüften, evidenzbasierten Gesundheitsinformationen für den alltäglichen Einsatz. Dabei soll auf bereits zur Verfügung stehende, hochwertige Gesundheitsinformationen zurückgegriffen werden. Diese werden hinsichtlich der Qualität bewertet und dem Team der hausärztlichen Praxis in Form der EvI-Box und der EvI-Homepage zur Verfügung gestellt.

Alle Angehörige von Gesundheitsberufen in allgemeinmedizinischen Praxen und Gesundheitszentren in der Steiermark werden eingeladen an einer standardisierten Schulung zum Thema Gesundheitskompetenz teilzunehmen. Diese erhalten nachfolgend eine EvI-Box und werden mittels Online-Befragung gebeten, die Schulung und die EvI-Box sowie die Erfahrungen mit deren Nutzung im beruflichen Alltag zu bewerten. Ausgewählte Gesundheitsinformationen aus der EvI-Box werden in Fokusgruppen auf Attraktivität, Akzeptanz, Verständlichkeit und wahrgenommene Verlässlichkeit für unterschiedliche Gruppen von Patientinnen und Patienten überprüft. Aus diesen Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen zur Erstellung von qualitativ hochwertigen, alltagstauglichen Gesundheitsinformationen entwickelt.

Das Projekt wird vom Gesundheitsfonds Steiermark gefördert (Förderungscall Gesundheitskompetenz)

Projektlaufzeit: Mai 2018 bis Juni 2021

Homepage

  • Health-Literacy und Diversity für SchülerInnen der Sekundarstufe I - HeLi-D   (0230)

Dieses Projekt wird unter der Leitung des Instituts für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz in Kooperation mit dem Know-Center der TU Graz, der Research Unit for Safety in Health an der Medizinischen Universität Graz und der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse durchgeführt. Das Ziel des Gesamtprojektes besteht in der Entwicklung eines Programms zur Förderung der Gesundheitskompetenz (Health Literacy) von SchülerInnen mit hoher Diversität. In einem partizipativen Prozess wird ein adaptives digitales Trainingsprogramm (ADT) entwickelt und im Rahmen eines quasiexperimentellen Längsschnittdesigns implementiert und evaluiert. Ziel des Teilprojekts des IAMEV ist die Identifikation und Qualitätsbewertung bereits vorhandener nationaler und internationaler Gesundheitsinformationen, die sich explizit an Kinder und Jugendliche richten. Die gesammelten, hochwertigen Gesundheitsinformationen bilden in weiterer Folge die Basis für Schulungsmaterialen zu ausgewählte Themengebiete aus dem Gesundheits- und Krankheitsbereich für Kinder und Jugendliche.

Das Projekt wird vom Gesundheitsfonds Steiermark gefördert (Förderungscall Gesundheitskompetenz).

Projektlaufzeit: Mai 2018 bis Dezember 2020

  • Erstellung von Grundlagentexten und Evidenzsynthesen sowie die Durchführung von Qualitätskontrollen für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen   (0200, 0380)

Das Ziel des Projekts ist es, medizinische Hintergrundinformationen zu unterschiedlichen Themenkomplexen zu erstellen sowie die aktuelle Evidenzlage zu spezifischen Fragestellungen aus diesen Themenkomplexen vertiefend aufzuarbeiten. Die Ergebnisse dienten als Basis für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen, die auf der Webseite der Stiftung Gesundheitswissen dargestellt werden (stiftung-gesundheitswissen.de/). Darüber hinaus erfolgen Qualitätskontrollen der evidenzbasierten Gesundheitsinformationen zu diesen Themenkomplexen.

Aktuell sind die Themenkomplexe Bewegungsmangel und gesunde Ernährung in Bearbeitung. Die Bearbeitung der Themenkomplexe Adipositas, Harninkontinenz, Hypertonie und Hyperlipidämie sind vorläufig abgeschlossen.

Das Projekt wird im Auftrag der Stiftung Gesundheitswissen, Berlin, Deutschland durchgeführt.
(→ https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/)

Projektlaufzeit: Dezember 2017 bis Dezember 2022

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