Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung

Medizinische Universität Graz

Aktuelle Projekte

  • Fachliche Begleitung zur Erstellung eines Versorgungskonzeptes für das Primärversorgungsnetzwerk Raabtal

Das Projektteam des IAMEV begleitet das multiprofessionelle Team im Raabtal im Burgenland wissenschaftlich-fachlich auf Basis des PrimVG sowie auf Basis von gesundheitswissenschaftlichem State-of-the-art bei der Erstellung eines Versorgungskonzeptes für das Primärversorgungsnetzwerk (PVN) Raabtal. Hierbei wird die am IAMEV erstellte Vorlage für Versorgungskonzepte für Primärversorgungseinheiten inklusive Ausfüllhilfe herangezogen. Dies beginnt mit der Erhebung der regionalen Ist-Situation sowie der aktuellen Versorgungslandschaft. Auf Basis dieser Erhebung erfolgt die Konzeption des zukünftigen PVN. Das „Gesundheitsnetzwerk Raabtal“ soll ein Modellprojekt in der Primärversorgung für das Burgenland darstellen.

Das Projekt wird im Auftrag der Burgenländischen Gebietskrankenkasse durchgeführt.

Projektlaufzeit: September 2018 bis März 2019

  • EvI (Evidenzbasierte Informationen zur Unterstützung von gesundheitskompetenten Entscheidungen)

Das Projekt EvI (Evidenzbasierte Informationen zur Unterstützung von gesundheitskompetenten Entscheidungen) hat zum Ziel, der steirischen Bevölkerung evidenzbasierte Gesundheitsinformationen über Hausarztpraxen und Gesundheitszentren zur Verfügung zu stellen, um ihnen eine informierte Gesundheitsentscheidung zu ermöglichen. Laut der am IAMEV durchgeführten MEDIB-Studie sind derzeit aufliegende Gesundheitsinformationen nicht hochwertig (→Bericht).

Im Rahmen von EvI erhalten Hausarztpraxen und Gesundheitszentren daher eine Sammlung von geprüften, evidenzbasierten Gesundheitsinformationen für den alltäglichen Einsatz. Dabei soll auf bereits zur Verfügung stehende, hochwertige Gesundheitsinformationen zurückgegriffen werden. Diese werden hinsichtlich der Qualität bewertet und dem Team der hausärztlichen Praxis in Form der EvI-Box und der EvI-Homepage zur Verfügung gestellt.

Alle Angehörige von Gesundheitsberufen in allgemeinmedizinischen Praxen und Gesundheitszentren in der Steiermark werden eingeladen an einer standardisierten Schulung zum Thema Gesundheitskompetenz teilzunehmen. Diese erhalten nachfolgend eine EvI-Box und werden mittels Online-Befragung gebeten, die Schulung und die EvI-Box sowie die Erfahrungen mit deren Nutzung im beruflichen Alltag zu bewerten. Ausgewählte Gesundheitsinformationen aus der EvI-Box werden in Fokusgruppen auf Attraktivität, Akzeptanz, Verständlichkeit und wahrgenommene Verlässlichkeit für unterschiedliche Gruppen von Patientinnen und Patienten überprüft. Aus diesen Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen zur Erstellung von qualitativ hochwertigen, alltagstauglichen Gesundheitsinformationen entwickelt.

Das Projekt wird vom Gesundheitsfonds Steiermark gefördert (Förderungscall Gesundheitskompetenz)

Projektlaufzeit: Mai 2018 bis Dezember 2020

Homepage

 

  • Erstellung eines „Behandlungspfads nicht-spezifischer Rückenschmerz auf Primärversorgungsebene

Das Ziel des Projekts ist es, einen strukturierten Behandlungspfad für Österreich zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit nicht-spezifischem Rückenschmerz auf Primärversorgungsebene zu entwickeln, der für die darin tätigen unterschiedlichen Berufsgruppen praktisch umsetzbar ist. Zunächst wird systematisch nach relevanten, internationalen, evidenzbasierten Leitlinien gesucht, die qualitativ bewertet und deren Empfehlungen im Rahmen einer Leitliniensynopse zusammengeführt werden. Diese bilden die Basis für die Erstellung des Behandlungspfads.

Das Projekt wird im Auftrag des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger durchgeführt.

Projektlaufzeit: Jänner 2018 bis Dezember 2018

 

  • Erstellung von Grundlagentexten und Evidenzsynthesen sowie die Durchführung von Qualitätskontrollen für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen

Das Ziel des Projekts ist es, Grundlagentexte und Evidenzsynthesen zu den 4 Themenkomplexen Adipositas, Harninkontinenz, Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Gestationsdiabetes mellitus (GDM) zu erstellen, die als Basis für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen dienen. Darüber hinaus erfolgen Qualitätskontrollen der evidenzbasierten Gesundheitsinformationen zu diesen Themenkomplexen.

Aktuell ist der Themenkomplex Adipositas in Bearbeitung.

Das Projekt wird im Auftrag der Stiftung Gesundheitswissen, Berlin, Deutschland durchgeführt.

Projektlaufzeit: Jänner 2018 bis Jänner 2020

 

  • Fachliche Begleitung zur Erstellung von Versorgungskonzepten

Das Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung erstellt auf Basis des PrimVG sowie auf Basis von gesundheitswissenschaftlichem State-of-the-art ein Versorgungskonzept für steirische Gesundheitszentren, das in weiterer Folge für Entscheidungen der Stakeholder und auch von den beteiligten Gesundheitsberufen verwendet werden kann. Dabei wird auf die bereits vorhandene Mustervorlage für ein Versorgungskonzept zurückgegriffen. Begleitend wird eine Ausfüllhilfe für die Mustervorlage erstellt.
Mit August 2018 erfolgte die Fertigstellung der Mustervorlage Version 2.0 inklusive Ausfüllhilfe.

Das Projekt wird im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark durchgeführt.

Projektlaufzeit: Juli 2017 bis Juli 2020

  • Update des Cochrane Reviews zu langwirksamen Insulinanaloga für Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus

Das Cochrane Review mit dem Titel: "Long-acting insulin analogues versus NPH insulin (human isophane insulin) for type 2 diabetes mellitus" wurde in Issue 2, 2007 publiziert. Derzeit wird an einem entsprechenden Update gearbeitet.

 

  • Gemeinsam Gut Entscheiden - Eine Initiative zur Steigerung der Qualität und Effizienz in der Patientenversorgung in Österreich

Nach Gründung der Choosing Wisely Initiative (CWI) 2009 in den USA mit dem Ziel der Reduktion von nicht notwendigen oder schädlichen medizinischen Serviceleistungen (www.choosingwisely.org) hat diese Initiative mittlerweile weltweite Verbreitung gefunden. Im Rahmen der CWI werden von verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften sogenannte Top 5-Listen, d.h. Listen mit 5 therapeutischen Maßnahmen, Tests oder Serviceleistungen ihres Fachgebietes erstellt, die zu häufig angewendet werden (fehlender Nachweis von Wirksamkeit, Nebenwirkungen etc.) und die deshalb von Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzten hinterfragt werden sollten, erstellt. Ziel der Initiative ist eine Steigerung der Effektivität im Gesundheitswesen und eine Verminderung von potenziellem Schaden für Patientinnen/Patienten. In einem geplanten Zusammenschluss österreichischer medizinischer Fachgesellschaften und Einrichtungen mit dem Schwerpunkt evidenzbasierte Medizin soll diese Qualitätsinitiative nun auch in Österreich unter dem Titel Gemeinsam Gut Entscheiden etabliert werden.
Ziele von Gemeinsam Gut Entscheiden sind:
• Steigerung der Qualität und Effizienz (Vermeidung von Über-, Unter- und Fehlversorgung) der medizinischen Versorgung von Patientinnen/Patienten durch rationalere Entscheidungsfindung
• Intensivierung und Systematisierung des Dialogs zwischen Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzten zu verschiedenen medizinischen Serviceleistungen zur Stärkung einer partizipativen Entscheidungsfindung
• Einbindung multidisziplinärer, berufsgruppenübergreifender Expertinnen/Experten und Patientinnen/Patienten in die Erstellung der Empfehlungslisten (Top 5-Listen)
• Vermeidung regionaler Sonderwege durch Koordination durch österreichische Fachgesellschaften.

Pilotprojekt in Österreich
In Kooperation mit der Donau-Universität Krems und weiteren österreichischen Einrichtungen mit einem Schwerpunkt evidenzbasierte Medizin sowie der Österreichischen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie und der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin wurden zwei Top 5 Listen mit Empfehlungen zur Versorgung geriatrischer und allgemeinmedizinischer Patientinnen/Patienten erstellt. Zusätzlich erfolgen die Erstellung von Informationen für Laien zu den jeweiligen Empfehlungen sowie Maßnahmen zur Disseminierung der Top 5 Listen.

Das Projekt wird im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark, des Gesundheitsfonds Niederösterreich, der GKK Steiermark und der GKK Niederösterreich durchgeführt.

Projektlaufzeit: Mai 2017 bis April 2019

Homepage

 

  • Aktualisierung von Band C7 „Koronare Herzerkrankung – KHK“ des Qualitätsindikatorsystems für die ambulante Versorgung (QiSA)

Ziel des deutschen Qualitätsindikatorsystems für die ambulante Versorgung (QiSA) ist es, die Qualität in Arztpraxen messbar zu machen. Dazu werden Qualitätsindikatoren zu wichtigen Versorgungsbereichen und häufigen Erkrankungen zur Verfügung gestellt, die es Ärzten ermöglichen, ihre medizinische Arbeit zu messen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Ziel dieses Projektes ist es, den im Jahr 2012 vom EBM Review Center der Medizinischen Universität Graz erstellten Band C7 „Koronare Herzerkrankung – KHK“ an Hand aktueller internationaler Leitlinien und der Ergebnisse aus Praxistestungen zu aktualisieren.Das Projekt wird im Auftrag des deutschen Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA) durchgeführt.
Laufzeit: Jänner 2016 bis zur Veröffentlichung durch den Auftraggeber
 

  • Erstellung eines HTA-Berichts zum Thema „Ergotherapie“

Dieses Projekt wird in Kooperation mit der UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH Hall/Tirol – durchgeführt und vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) gefördert.
Laufzeit: bis Mitte 2017
 

  • Update des Cochrane Reviews zu kurzwirksamen Insulinanaloga für Patienten mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes mellitus

Das Cochrane Review mit dem Titel: "Short acting insulin analogues versus regular human insulin in patients with diabetes mellitus" wurde in Issue 2, 2006 publiziert. Eine Überarbeitung für Typ 1 Diabetes ist zwischenzeitlich bereits erfolgt. Derzeit wird noch an einem entsprechenden Update für Typ 2 Diabetes gearbeitet.
 

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