Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung

Medizinische Universität Graz

Aktuelle Projekte

  • Aktualisierung von Band C3 „Bluthochdruck“ des Qualitätsindikatorsystems für die ambulante Versorgung (QiSA)

Ziel des deutschen Qualitätsindikatorsystems für die ambulante Versorgung (QiSA) ist es, die Qualität in Arztpraxen messbar zu machen. Dazu werden Qualitätsindikatoren zu wichtigen Versorgungsbereichen und häufigen Erkrankungen zur Verfügung gestellt, die es Ärzten ermöglichen, ihre medizinische Arbeit zu messen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Ziel dieses Projektes ist es, den im Jahr 2010 veröffentlichen Band C3 „Bluthochdruck“ an Hand aktueller internationaler Leitlinien und der Ergebnisse aus Praxistestungen zu aktualisieren.

Das Projekt wird im Auftrag des Deutschen Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA) durchgeführt.

Projektlaufzeit: Jänner 2019 bis zur Veröffentlichung durch den Auftraggeber

  • Entwicklung von leitlinienbasierten Qualitätsindikatoren für die ambulante Versorgung in Österreich

Ziel des Projekts ist es, österreichweit einheitliche und abgestimmte methodische Standards für die Erstellung von Qualitätsindikatoren auf Basis von Leitlinien oder Behandlungspfaden für den ambulanten Bereich zu entwickeln und diese beispielhaft anzuwenden. Zunächst wird systematisch nach bereits bestehenden Methoden zur Entwicklung von Qualitätsindikatoren im deutschsprachigen Raum gesucht. Diese werden qualitativ bewertet und hinsichtlich ihrer Eignung für die Anwendung im österreichischen ambulanten Setting überprüft. Nach Festlegung einer geeigneten Methode, werden Qualitätsindikatoren für den ambulanten Bereich in Österreich auf Basis der vom IAMEV erstellten Behandlungspfade zu den Themenbereichen Übergewicht/Adipositas, COPD und unspezifischer Rückenschmerz entwickelt.

Das Projekt wird im Auftrag des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger durchgeführt.

Projektlaufzeit: Jänner 2019 bis Dezember 2019

 

  • Update des Cochrane Reviews zu gewichtsreduzierenden medikamentösen Behandlungsstrategien bei Patienten mit arteriellem Hypertonus

Das Cochrane Review mit dem Titel: " Long-term effects of weight-reducing drugs in people with hypertension" wurde erstmals in Issue 3, 2009 publiziert. Derzeit wird am dritten Update des Reviews gearbeitet.

 

  • Update des Cochrane Reviews zu gewichtsreduzierenden nichtmedikamentösen Behandlungsstrategien bei Patienten mit arteriellem Hypertonus

Das Cochrane Review mit dem Titel: " Long-term effects of weight-reducing diets in people with hypertension" wurde erstmals in Issue 1, 2010 publiziert. Derzeit wird am zweiten Update des Reviews gearbeitet.

 

  • Aktualisierung von AOK „IGeL-Helfer“

Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) werden Leistungen genannt, für welche die Krankenkassen nicht leistungspflichtig sind oder deren Sicherstellung anderen Leistungserbringern obliegt. Diese Leistungen können von den Vertragsärzten und Privatärzten in Deutschland gegenüber den Patienten nur im Rahmen einer Privatbehandlung gegen Selbstzahlung erbracht werden, da sie über das vom Gesetzgeber definierte Maß einer ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Patientenversorgung hinausgehen.

Das Ziel des Projekts ist es, die Evidenzgrundlagen für nachfolgend angeführte IGeL-Leistungen aufzuarbeiten und eine Aktualisierungen der bestehenden Informationen (sogenannte IGeL-Helfer) für AOK-Kundenberater vorzunehmen:

- Hormonspiegelbestimmung bei beschwerdefreien Frauen in der Postmenopause
- "Manager Check" - Blutbild und Parameter
- Testosteronspiegelbestimmung bei gesunden Männern in der "Anti-Aging-Medizin"
- Belastungs-EKG bei asymptomatischen Patienten
- Parenterale Vitamingabe bei asymptomatischen Patienten
- Thrombose-Check

Das Projekt wird in Auftrag des AOK Bundesverbands, Berlin, Deutschland durchgeführt.

Projektlaufzeit: Jänner 2019 bis Juli 2019

 

  • Implantation von lumbalen Anulusverschlusssystemen bei PatientInnen mit Diskektomie aufgrund eines Bandscheibenvorfalls – Systematischer Review

Dieses Projekt wird im Rahmen der Bewertung medizinischer Einzelleistungen (MEL) im Hinblick auf deren Aufnahme in den Leistungskatalog des Bundesministeriums für Gesundheit durchgeführt. Primäres Ziel ist die Evaluation der Wirksamkeit und Sicherheit von lumbalen Anulusverschlusssystemen im Rahmen einer Diskestomie im Vergleich zur Diskektomie alleine bei PatientInnen mit Bandscheibenvorfall. Das Projekt stellt das 1. Update des Decision Support Documents Nr. 65/2013 des Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment dar.

Das Projekt wird im Auftrag des Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment (LBI-HTA) durchgeführt.

Projektlaufzeit: Dezember 2018 bis März 2019

  • Aktualisierung von IQWiG Gesundheitsinformationen

Das Ziel des Projekts ist es, Evidenzgrundlagen für die Aktualisierungen der Gesundheitsinformationen (https://www.gesundheitsinformation.de/) zu den 10 Themenkomplexen Morbus Parkinson, Bluthochdruck, Rheumatoide Arthritis, Hernien, Blasenentzündung, Depression, Reizdarmsyndrom, Wechseljahre, Grauer Star (Katarakt) und Grippe zu erstellen.

Aktuell sind die Themenkomplexe Morbus Parkinson und Bluthochdruck in Bearbeitung.

Das Projekt wird im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Köln, Deutschland durchgeführt.

Projektlaufzeit: Dezember 2018 bis September 2020

 

  • Fachliche Begleitung zur Erstellung eines Versorgungskonzeptes für das Primärversorgungsnetzwerk Raabtal

Das Projektteam des IAMEV begleitet das multiprofessionelle Team im Raabtal im Burgenland wissenschaftlich-fachlich auf Basis des PrimVG sowie auf Basis von gesundheitswissenschaftlichem State-of-the-art bei der Erstellung eines Versorgungskonzeptes für das Primärversorgungsnetzwerk (PVN) Raabtal. Hierbei wird die am IAMEV erstellte Vorlage für Versorgungskonzepte für Primärversorgungseinheiten inklusive Ausfüllhilfe herangezogen. Dies beginnt mit der Erhebung der regionalen Ist-Situation sowie der aktuellen Versorgungslandschaft. Auf Basis dieser Erhebung erfolgt die Konzeption des zukünftigen PVN. Das „Gesundheitsnetzwerk Raabtal“ soll ein Modellprojekt in der Primärversorgung für das Burgenland darstellen.

Das Projekt wird im Auftrag der Burgenländischen Gebietskrankenkasse durchgeführt.

Projektlaufzeit: September 2018 bis März 2019

  • EvI (Evidenzbasierte Informationen zur Unterstützung von gesundheitskompetenten Entscheidungen)

Das Projekt EvI (Evidenzbasierte Informationen zur Unterstützung von gesundheitskompetenten Entscheidungen) hat zum Ziel, der steirischen Bevölkerung evidenzbasierte Gesundheitsinformationen über Hausarztpraxen und Gesundheitszentren zur Verfügung zu stellen, um ihnen eine informierte Gesundheitsentscheidung zu ermöglichen. Laut der am IAMEV durchgeführten MEDIB-Studie sind derzeit aufliegende Gesundheitsinformationen nicht hochwertig (→Bericht).

Im Rahmen von EvI erhalten Hausarztpraxen und Gesundheitszentren daher eine Sammlung von geprüften, evidenzbasierten Gesundheitsinformationen für den alltäglichen Einsatz. Dabei soll auf bereits zur Verfügung stehende, hochwertige Gesundheitsinformationen zurückgegriffen werden. Diese werden hinsichtlich der Qualität bewertet und dem Team der hausärztlichen Praxis in Form der EvI-Box und der EvI-Homepage zur Verfügung gestellt.

Alle Angehörige von Gesundheitsberufen in allgemeinmedizinischen Praxen und Gesundheitszentren in der Steiermark werden eingeladen an einer standardisierten Schulung zum Thema Gesundheitskompetenz teilzunehmen. Diese erhalten nachfolgend eine EvI-Box und werden mittels Online-Befragung gebeten, die Schulung und die EvI-Box sowie die Erfahrungen mit deren Nutzung im beruflichen Alltag zu bewerten. Ausgewählte Gesundheitsinformationen aus der EvI-Box werden in Fokusgruppen auf Attraktivität, Akzeptanz, Verständlichkeit und wahrgenommene Verlässlichkeit für unterschiedliche Gruppen von Patientinnen und Patienten überprüft. Aus diesen Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen zur Erstellung von qualitativ hochwertigen, alltagstauglichen Gesundheitsinformationen entwickelt.

Das Projekt wird vom Gesundheitsfonds Steiermark gefördert (Förderungscall Gesundheitskompetenz)

Projektlaufzeit: Mai 2018 bis Dezember 2020

Homepage

 

  • Health-Literacy und Diversity für SchülerInnen der Sekundarstufe I - HeLi-D

Dieses Projekt wird unter der Leitung des Instituts für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz in Kooperation mit dem Know-Center der TU Graz, der Research Unit for Safety in Health an der Medizinischen Universität Graz und der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse durchgeführt. Das Ziel des Gesamtprojektes besteht in der Entwicklung eines Programms zur Förderung der Gesundheitskompetenz (Health Literacy) von SchülerInnen mit hoher Diversität. In einem partizipativen Prozess wird ein adaptives digitales Trainingsprogramm (ADT) entwickelt und im Rahmen eines quasiexperimentellen Längsschnittdesigns implementiert und evaluiert. Ziel des Teilprojekts des IAMEV ist die Identifikation und Qualitätsbewertung bereits vorhandener nationaler und internationaler Gesundheitsinformationen, die sich explizit an Kinder und Jugendliche richten. Die gesammelten, hochwertigen Gesundheitsinformationen bilden in weiterer Folge die Basis für Schulungsmaterialen zu ausgewählte Themengebiete aus dem Gesundheits- und Krankheitsbereich für Kinder und Jugendliche.

Das Projekt wird vom Gesundheitsfonds Steiermark gefördert (Förderungscall Gesundheitskompetenz).

Projektlaufzeit: Mai 2018 bis Dezember 2020

 

  • Erstellung von Grundlagentexten und Evidenzsynthesen sowie die Durchführung von Qualitätskontrollen für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen

Das Ziel des Projekts ist es, Grundlagentexte und Evidenzsynthesen zu den 4 Themenkomplexen Adipositas, Harninkontinenz, Hypertonie und Hyperlipidämie zu erstellen, die als Basis für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen dienen. Darüber hinaus erfolgen Qualitätskontrollen der evidenzbasierten Gesundheitsinformationen zu diesen Themenkomplexen.

Aktuell sind die Themenkomplexe Adiposita, Harninkontinenz und Hypertonie in Bearbeitung.

Das Projekt wird im Auftrag der Stiftung Gesundheitswissen, Berlin, Deutschland durchgeführt.

Projektlaufzeit: Jänner 2018 bis Jänner 2020

 

  • Update des Cochrane Reviews zu langwirksamen Insulinanaloga für Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus

Das Cochrane Review mit dem Titel: "Long-acting insulin analogues versus NPH insulin (human isophane insulin) for type 2 diabetes mellitus" wurde in Issue 2, 2007 publiziert. Derzeit wird an einem entsprechenden Update gearbeitet.

 

  • Gemeinsam Gut Entscheiden - Eine Initiative zur Steigerung der Qualität und Effizienz in der Patientenversorgung in Österreich

Nach Gründung der Choosing Wisely Initiative (CWI) 2009 in den USA mit dem Ziel der Reduktion von nicht notwendigen oder schädlichen medizinischen Serviceleistungen (www.choosingwisely.org) hat diese Initiative mittlerweile weltweite Verbreitung gefunden. Im Rahmen der CWI werden von verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften sogenannte Top 5-Listen, d.h. Listen mit 5 therapeutischen Maßnahmen, Tests oder Serviceleistungen ihres Fachgebietes erstellt, die zu häufig angewendet werden (fehlender Nachweis von Wirksamkeit, Nebenwirkungen etc.) und die deshalb von Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzten hinterfragt werden sollten, erstellt. Ziel der Initiative ist eine Steigerung der Effektivität im Gesundheitswesen und eine Verminderung von potenziellem Schaden für Patientinnen/Patienten. In einem geplanten Zusammenschluss österreichischer medizinischer Fachgesellschaften und Einrichtungen mit dem Schwerpunkt evidenzbasierte Medizin soll diese Qualitätsinitiative nun auch in Österreich unter dem Titel Gemeinsam Gut Entscheiden etabliert werden.
Ziele von Gemeinsam Gut Entscheiden sind:
• Steigerung der Qualität und Effizienz (Vermeidung von Über-, Unter- und Fehlversorgung) der medizinischen Versorgung von Patientinnen/Patienten durch rationalere Entscheidungsfindung
• Intensivierung und Systematisierung des Dialogs zwischen Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzten zu verschiedenen medizinischen Serviceleistungen zur Stärkung einer partizipativen Entscheidungsfindung
• Einbindung multidisziplinärer, berufsgruppenübergreifender Expertinnen/Experten und Patientinnen/Patienten in die Erstellung der Empfehlungslisten (Top 5-Listen)
• Vermeidung regionaler Sonderwege durch Koordination durch österreichische Fachgesellschaften.

Pilotprojekt in Österreich
In Kooperation mit der Donau-Universität Krems und weiteren österreichischen Einrichtungen mit einem Schwerpunkt evidenzbasierte Medizin sowie der Österreichischen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie und der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin wurden zwei Top 5 Listen mit Empfehlungen zur Versorgung geriatrischer und allgemeinmedizinischer Patientinnen/Patienten erstellt. Zusätzlich erfolgen die Erstellung von Informationen für Laien zu den jeweiligen Empfehlungen sowie Maßnahmen zur Disseminierung der Top 5 Listen.

Das Projekt wird im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark, des Gesundheitsfonds Niederösterreich, der GKK Steiermark und der GKK Niederösterreich durchgeführt.

Projektlaufzeit: Mai 2017 bis April 2019

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  • Update des Cochrane Reviews zu kurzwirksamen Insulinanaloga für Patienten mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes mellitus

Das Cochrane Review mit dem Titel: "Short acting insulin analogues versus regular human insulin in patients with diabetes mellitus" wurde in Issue 2, 2006 publiziert. Eine Überarbeitung für Typ 1 Diabetes ist zwischenzeitlich bereits erfolgt. Derzeit wird noch an einem entsprechenden Update für Typ 2 Diabetes gearbeitet.
 

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